Windows.old entfernen

Bei jedem Upgrade erstellt Windows ein Verzeichnis mit dem Namen Windows.old, das mitunter große Mengen Speicherplatz benötigt. Dieses Verzeichnis ermöglicht die Rückkehr zur alten Windows-Version, wird aber für sonst nichts benötigt. Windows 10 erscheint alle 6 Monate in einer neuen Version, und häuft so mit der Zeit Unmengen an Sicherungen an, die kein Mensch mehr benötigt.

Da SSD-Festplatten immer üblicher werden und so der verfügbare Speicherplatz im Durchschnittscomputer wieder deutlich unter einem TB liegt, wollen viele dieses nicht mehr benötigte Backup löschen.

Wer das versucht, wird allerdings schnell feststellen, dass Windows diesen Vorgang verweigert – auch dann, wenn er mit Administrator-Rechten durchgeführt wird. Das hängt zum Einen daran, dass Windows diese Backups besonders schützt und zum Anderen daran, dass seit der Einführung der Benutzerkontensteuerung mit Windows Vista auch der Administrator nicht mehr die zu Allem berechtigte Macht ist.

Natürlich gibt es diverse Workarounds, mit denen das Verzeichnis mehr oder weniger komfortabel gelöscht werden kann. Der einfachste ist das Booten mit einer Live-CD.

Windows bietet aber auch eine ganz einfache (leider jedoch etwas versteckte) grafische Möglichkeit, um das Backup loszuwerden:

Datenträgerbereinigung
  • Startmenü öffnen
  • Datenträger eingeben und das Suchergebnis Datenträgerbereinigung anklicken
  • Das korrekte Laufwerk auswählen, auf dem Windows installiert ist (üblicherweise Laufwerk C:)
  • Die Schaltfläche Systemdaten bereinigen anklicken und falls erforderlich die Zugangsdaten für ein Konto mit Administrator-Rechten eingeben
  • Nochmals das Laufwerk auswählen, auf dem Windows installiert ist
  • Nun dauert es unter Umständen etwas länger, bis das nächste Fenster angezeigt wird
  • Die Optionen Vorherige Windows-Installation(en) auswählen
  • Bei Bedarf auch noch weitere Optionen aktivieren
  • Die Schaltfläche OK anklicken
  • Die erscheinende Warnmeldung lesen und verstehen und erst dann mit Ja bestätigen.

Diese Möglichkeit ist allen Workarounds zu bevorzugen, denn sie entfernt deutlich mehr, als einfach nur das Verzeichnis Windows.old. Tatsächlich liegen noch an vielen anderen Stellen Teile des Backups – nicht nur im Dateisystem, sondern u.a. auch in der Systemregistrierung. Diese würden beim bloßen Löschen des Verzeichnisses zurück bleiben und könnten dann nur noch mit großem Aufwand oder durch den Einsatz sogenannter „Tuning-Tools“ gelöscht werden, die aber i.d.R. einerseits auch nicht wirklich alles löschen und andererseits Dinge löschen oder ändern, die man besser so lassen sollte wie sie sind.

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