Catchall E-Mail in Google G Suite

Immer wieder verzweifeln Google G Suite Administratoren an der Einrichtung eines Catchall-Alias, also einer E-Mail-Adresse, die Nachrichten für die gesamte Domain annimmt. Das Internet ist voller entsprechender Anleitungen, allerdings sind diese häufig veraltet und die geforderten Einstellungen sind entweder nicht mehr möglich oder aufgrund von Googles Umbauten im G Suite Admin an anderen Stellen und/oder unter anderer Bezeichnung zu finden.

Die Einrichtung eines Catchall-Alias ist einfach. Sie kann wahlweise für die gesamte Organisation (d.h. für alle registrierten Domains) oder auch für einzelne Domains durchgeführt werden. Sie erfolgt im Google G Suite Admin:

  • Öffnen Sie die G Mail Konfiguration (Apps –> G Suite –> G Mail)
  • Scrollen Sie ganz nach unten und klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen
  • Öffnen Sie die Registerkarte Standardrouting (ganz oben)
  • Klicken Sie auf Einstellung hinzufügen
  • Wählen Sie im Punkt 1 (Envelope-Empfänger) den Geltungsbereich der Regel.
    • Um einen Catchall-Alias für alle Ihre Domains einzurichten wählen Sie Alle Empfänger.
    • Soll der Catchall-Alias nur für einzelne Domains gelten, wählen Sie Schemaabgleich. Hier ist es zusätzlich erforderlich, einen regulären Ausdruck im RE2-Format zu formulieren, der alle möglichen E-Mail-Adressen der jeweiligen Domain beinhaltet. Am Beispiel meiner Domain heikorichter.name lautet dieser @heikorichter\.name(\W|$)
  • Wählen Sie im Punkt 2 (Envelope-Empfänger) das Routingziel Ihres neuen Catchall-Alias. Wählen Sie Envelope-Empfänger ändern und geben Sie die Zieladresse an. Wahlweise kann eine komplette Adresse eingegeben werden, oder auch nur der User- bzw. Domain-Part der Empfängeradresse verändert werden.
  • Aktivieren Sie optional die Option zum Hinzufügen des Headers X-Gm-Original-To um bei erhaltenen Nachrichten einfacher den ursprünglichen Empfägner ermitteln zu können.
  • Wichtig! Wählen Sie unter Punkt 3 (Optionen) die Option Diese Aktion nur bei nicht erkannten Adressen ausführen. So greift die Umleitungsregel nur bei Adressen, die innerhalb von G Suite keinem Nutzerkonto zugeordnet sind. Für vorhandene Adressen erfolgt die Zustellung ganz normal in den Posteingang des jeweiligen Nutzerkontos.

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